Sediment

Blaualgen (Cyanobakterien) und Kieselalgen (Diatomeen) auf einer Sedimentoberfläche aus 5m Tiefe

Die Kapazität von Bentophos®, ortho-Phosphat zu binden und dauerhaft dem Stoffkreislauf des Sees zu entziehen, bezieht sich auch auf Phosphat, welches im Sediment am Seegrund lagert. Dieses kann durch verschiedene biogeochemische Prozesse aus dem Sediment rückgelöst werden und so das Gewässer "intern düngen."

Die in Sedimenten enthaltene Menge Phosphat, die potentiell in das Tiefenwasser eines Sees rückgelöst werden kann, ist üblicherweise relativ hoch.
Aufgrund verschiedener biogeochemischer Prozesse im Sediment und im darüber liegenden Tiefenwasser können sich Bedingungen entwickeln, die eine Rücklösung des Phosphats aus dem Sediment unterstützen. Bentophos® wirkt in diesem Fall als chemisches "Sediment-Capping". Bentophos® dichtet dabei das Sediment nicht mechanisch ab, sondern bildet eine lockere, natürliche Barriere gegen - aus dem Sediment rücklösendes - Phosphat.

Bentophos® vermischt sich mit der obersten Sedimentschicht, so dass die eingetretene Ockerfärbung auf dem Sediment nach einiger Zeit nicht mehr wahrzunehmen ist.

Ist zum Anwendungszeitpunkt ein großer Teil des Phosphats in den Zellen von Algen oder Makrophyten gebunden, kann Bentophos® nicht direkt auf das Phosphat "zugreifen". Erst im Laufe der weiteren Vegetationsperiode, wenn die Algen absterben und zum Seeboden sinken, wird ortho-Phosphat wieder freigesetzt und kann dort durch Bentophos® gebunden werden.