Nachhaltigkeit

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten übermäßiges Algenwachstum in Gewässern intern zu bekämpfen. Dazu gehören auch Wasseraustausch, Sedimententnahme, Einsatz von Algiziden, sowie die Behandlung des Wasserkörpers mit Eisen-, Aluminiumsalzen.

  • Die Entnahme belasteter Sedimente kann in Bezug auf die Phosphorverringerung eine effektive Maßnahme sein. Sie ist allerdings ein erheblicher Eingriff in den Lebensraum vorhandener Wasserpflanzen, Fische oder benthischer Organismen und meistens sehr teuer. Sedimente sind zudem oft mit Schadstoffen belastet, was eine mögliche Weiterverarbeitung einschränkt und Kosten für die Entsorgung zusätzlich in die Höhe schraubt.
  • Der Einsatz von Algiziden ist nur eine sehr kurzfristige Maßnahme, weil das Phosphat, nachdem die Algen abgestorben sind, sofort wieder für das Algenwachstum zur Verfügung steht. Zudem ist größte Vorsicht geboten, weil mit den Algiziden u.U. gefährliche Toxine in das Gewässer gelangen können, die den ganzen Lebensraum und seine Organismen beinträchtigen können. Die meisten Algizide basieren auf kupferhaltigen Wirkstoffen, die als nicht umweltverträglich bezeichnet werden müssen. In vielen Ländern ist die Verwendung vieler dieser kommerziell vertriebenen Präparate verboten.
  • Aluminium- und Eisensalze, häufig verwendet in der Abwasserbehandlung und bei der Restauration von Gewässern, sind zwar günstig, doch der so gefällte Phosphor wird nur labil gebunden. Dieser kann von Bakterien leicht wieder freigesetzt werden, sodass bald eine erneute Behandlung notwendig wird. Aluminium- und Eisensalze sind zudem empfindlich gegenüber pH- oder Redoxpotential-Änderungen, so dass gefällte Phosphate unter den entsprechenden Veränderungen der Umgebungsbedingungen wieder gelöst werden und als Nährstoff erneut zu Verfügung stehen. Überdies besteht die Gefahr, dass bei diesem Rücklösungsprozess Aluminiumionen frei werden. Die für eine Fällung notwendigen großen Mengen, können den pH-Wert im Gewässer stark absenken, den Ionenhaushalt beeinflussen und so empfindliche Organismen schädigen.
    In einigen Ländern (z.B. Italien, Großbritannien) ist das Einbringen von Aluminiumsalzen aufgrund der toxischen Wirkung von Aluminiumionen gesetzlich verboten.

Bentophos® dagegen senkt hohe Phosphatkonzentrationen ohne die oben genannten Nachteile ab. Sobald das verfügbare Phosphat nach der Applikation von Bentophos® mit dem Lanthan reagiert hat, ist es dauerhaft gebunden. Offene Lanthanschnittstellen nehmen noch solange Phosphat aus internen oder externen Quellen auf bis es abgesättigt ist. Bentophos®-Applikationen können so geplant werden, dass dauerhaft eine bestimmte Phosphatkonzentration im Gewässer eingehalten wird. Zusatzinformationen zu Methoden der Gewässerrestaurierung finden sie im Bereich Background.