Reither See

Algenwatten am Reither See vor der Behandlung
Bentophos-Applikation am Reither See
Reither See ca. 6 Wochen nach der Applikation


Der Reither See ist ein beliebter Freizeitsee in der Gemeinde Reith im Alpbachtal, Tirol. Baden und Angeln bilden die Basis seiner jahrzehntelangen, intensiven Nutzung. Der See ist etwa 1,5 ha groß. Seine maximale Tiefe beträgt 7,7 m, die mittlere Tiefe liegt bei etwa 4 m. Er enthält ein Wasservolumen von etwa 67.000 m³. Der See hat drei oberirdische Zuläufe und einen Ablauf, über den der Wasserspiegel konstant gehalten wird. Dort mündet auch ein sog. Olszewskirohr, welches ständig Wasser aus etwa 6 m Tiefe abführt. Der See wird zudem wahrscheinlich von Grundwasser in einer Tiefe unterhalb von 6 m gespeist.

Mikroskopische Aufnahme benthischer (auf dem Sediment lebender) Blaualgen (Oscillatoria spec. und Planktothrix spec.)

Trotz geringer aktueller Nährstoffbelastungen des Reither Sees verursachten Algen intensive Blüten, die immer wieder Matten oder Aufrahmungen an der Wasseroberfläche bildeten und somit eine Badenutzung stark einschränkten.Für eine Beurteilung der Situation wurden im April 2013 zunächst die Nährstoffverhältnisse des Wasserkörpers und des Sediments ermittelt.Um die Nährstoffe dauerhaft im Sediment zu binden und sie der benthischen Lebensgemeinschaft aus Algen und Cyanobakterien zu entziehen wurden am 16.05.2013 insgesamt 6 t des Kleierdegranulats Bentophos® eingebracht.

Der Zustand des Sees verbesserte sich nach einigen Wochen und die Betreiber sind mit der Badesaison 2013 vollauf zufrieden. Ersteres wurde auch im Monitoringbericht 2013 der ARGE Limnologie, Innsbruck dokumentiert.
Die Infotafel, welche auch vor Ort über die Zusammenhänge am See informiert, finden Sie hier. Berichterstattung der Presse und der Gemeinde sind im Bereich News/Presse verfügbar.